Was für ein Wochenende! Zum ersten Mal musste das Rennen vorzeitig abgebrochen werden. Doch später mehr dazu.

Zeug zusammensammeln

Mittwochvormittag bzw. gegen Mittag waren wir (Maik, Schmiddl und ich – Chris) in der Garage (nahe Plauen) um den Transporter mit Ersatzteilen und Werkzeug zu beladen. Stress machten wir dabei so oder so nie, aber die letzten Jahre hatte es sich dennoch immer etwas hingezogen. Dieses Jahr ging es recht schnell von der Hand, sodass wir gegen 15 Uhr damit fertig waren. Hätten wir da schon gewusst, dass sich das mit dem „früh fertig werden“ wie ein roter Faden durchs Wochenende ziehen wird…

Anschließend wurden beim Haus noch ein paar Sachen wie Grills, Biertischgarnitur usw. eingeladen. Danach ging es mit dem Transporter direkt nach Pausa, damit wir unser Camp abstecken können. Auch hiermit waren wir gut 1-2 Stunden eher fertig als sonst.

Aufbau von Camp und Box

Am Donnerstag war nichts mit ausschlafen. Bereits kurz nach um 6 ging es raus aus dem Bett bzw. runter von der Couch. Nachdem wir alle noch in Ruhe gefrühstückt haben, ging es anschließend direkt nach Pausa. Dort angekommen wurden erst mal das Klappfix und die Pavillons aufgebaut, sowie die Zelte und Wohnwagen nach und nach drumherum gestellt. Während Maik und ich den Hänger mit unserer Rennpappe holten (der stand noch bei der Garage), bauten die Anderen in der Zwischenzeit die Box auf. Auch hiermit lagen wir insgesamt recht gut in der Zeit, sodass wir eher als sonst zum gemütlicheren Teil des Tages kommen konnten.

Technische Abnahme und freies Training

Wie immer, ging es Freitagmorgen erst mal zur technischen Abnahme, bei der es keine Beanstandungen gab. Vorm Qualifying findet immer ein freies Training statt, bei dem wir es so handhaben, dass derjenige, der das Qualifying fährt, auf jeden Fall als erstes beim freien Traning fährt. Da Maik und ich uns immer abwechseln, war diesmal ich dran. Das Auto lief soweit. Nur der (Block-)Vergaser führte dazu, dass sich der Motor bei größeren Bodenwellen, vor allem in Verbindung mit Rechtskurven, verschluckte und so immer eine Weile brauchte bis er wieder auf Touren kommt. Das Problem fand ich beim Training allerdings noch nicht so extrem störend.

Mit Tino hatten wir dieses Jahr erstmalig einen festen vierten Fahrer. Da er bisher kaum Erfahrung mit Trabis hatte und auch privat keinen fährt, ist er den zweiten Trainingslauf gefahren. Zeit für einen dritten Trainingslauf war nicht mehr, denn es liefen bereits die Vorbereitungen fürs Qualifying.

Qualifying

Etwa eine halbe Stunde vorm Qualifying wurde die Strecke noch einmal gewässert (war bereits beim Training extrem staubig). Hier stellte sich uns die Frage: „Warten oder doch schon anstellen?“. Eigentlich ist die Antwort klar, allerdings sahen ein paar Wolken recht dunkel aus und bevor die ggf. für einen kurzen Schauer sorgen könnten, haben wir uns angestellt um beim dritten Durchgang (pro Durchgang fünf Fahrzeuge) dabei zu sein.

Diese Entscheidung war dann doch nicht so schlau, da es gerade in der Kurve, nach der es parallel zur Straße gerade hoch Richtung Box geht, noch recht feucht war und man dort einiges an Zeit verloren hat. Regen kam natürlich auch keiner mehr. Daher haben alle, die später gefahren sind, alles richtig gemacht. Dazu kam noch das Vergaserproblem, welches hier und da Zeit kostete. Nachdem ich mir die Onboardaufnahme vom Quali angeschaut habe, gab es auch ein paar Ecken, bei denen ich bissl Grütze gefahren bin. Alles in Allem hat es so für den 24. Startplatz gereicht, was auch ok ist, schließlich geht das Rennen ja acht Stunden. Persönlich hatte ich jedoch eine Position zwischen 10. und 15. Startplatz im Auge.

Maik hatte noch einen Sparvergaser mit. Dieser wurde zwar mit seinem privaten Trabi eingestellt aber längere Testfahrten waren keine möglich. Nachdem Tino durch das ständige Verschlucken des Blockvergasers ziemliche Probleme hatte und das Qualifying jetzt auch nicht so prickelnd verlief, entschieden wir uns dazu einfach das Risiko einzugehen und tauschten nach der Fahrerbesprechung den Blockvergaser durch den Sparvergaser aus.

Rennen

Wer bei uns das Qualifying fährt fährt auch immer den Start. Also fuhr ich als erstes, danach waren Schmiddl, Tino und Maik dran, sodass jeder zwei Stunden Fahrzeit zur Verfügung haben sollte. Wie die letzten Jahre üblich, startete pünktlich um 10 Uhr das Rennen zusammen mit dem Safety Car. Während den ersten zwei Stunden gab es keine Probleme bei uns. Das Auto und der Motor liefen einwandfrei – hier hat Maik wieder saubere Arbeit geleistet 🙂 Und auch die Entscheidung auf den Sparvergaser zu wechseln war goldrichtig.

Auf dem Weg zum ersten Tankstopp und Fahrerwechsel lief der Motor plötzlich nur noch auf einem Topf – kurzer Schock, lief doch bis hierhin alles gut. Aber nützt ja nix, also weiter Gas geben und notfalls schauen, dass man aus eigener Kraft bis in die Box kommt. Nach etwa 30-40m hat er sich aber gefangen und lief wieder auf beiden Zylindern. Hier wird wohl einfach nur etwas Dreck drin gewesen sein. Dasselbe Problem hatte ich schon mal letztes Jahr. Also alles gut und weiter geht’s. Bis kurz vorm Fahrerwechsel konnte so auch die 11. Position herausgefahren werden.

Nach mir war Schmiddl dran. Als er losfahren wollte, bekam er den ersten Gang nicht mehr rein, der Zweite ging. Also erst mal mit dem zweiten Gang losfahren. Problem war hier das Kupplungsseil, welches nachgestellt werden musste. Kurze Zeit später wurde Schmiddl in die Box geholt, das Kumpplungsseil nachgestellt und weiter ging’s. In der dritten und vierten Stunde des Rennens gab es sonst keine weiteren Probleme. Unsere Rennpappe lief und lief. Schmiddl auch.

Allerdings kündigten sich am Himmel bereits dunkle Wolken an. Um ca. 14 Uhr sollte eigentlich Tino eingewechselt werden. Doch dazu kam es leider nicht. Es fing wie aus Eimern an zu schütten und zu hageln. Dazu kam noch ein Blitzeinschlag nahe der Box, welcher einen Stromausfall zur Folge hatte. Abgesehen vom Stromausfall war auch die Strecke nicht mehr sicher befahrbar, weshalb das Rennen unterbrochen wurde. Aus Fahrersicht sieht man das ganze Ausmaß ca. ab der zweiten Hälfte vom Onboard Video #2.

Da es durch den Regen in und um Pausa zu Überschwemmungen kam, konnten die Rettungskräfte das Rennen nicht mehr vollständig absichern. Zudem hörte es auch nicht wirklich auf zu Regnen, da immer wieder neue Schauer kamen. Schließlich kam es irgendwann (ich glaube es war zwischen 15 und 16 Uhr) erstmalig in der Geschichte des Pausaer Trabantrennen zum vorzeitigen und endgültigen Rennabbruch.

Als Endergebnis wurden die Platzierungen von 14 Uhr genommen, was für uns den 15. Platz bedeutete.

An dieser Stelle möchten wir dem Gewinnerteam (AG Rennsport) gratulieren und grüßen die Miss Trabantrennen 2018 „Heike“. Danke auch an die Organisatoren und an alle Helfer, die dieses Wochenende möglich gemacht haben.

Hoffentlich bis nächstes Jahr!

Was für ein Wochenende! Zum ersten Mal musste das Rennen vorzeitig abgebrochen werden. Doch später mehr dazu.

Zeug zusammensammeln

Mittwochvormittag bzw. gegen Mittag waren wir (Maik, Schmiddl und ich – Chris) in der Garage (nahe Plauen) um den Transporter mit Ersatzteilen und Werkzeug zu beladen. Stress machten wir dabei so oder so nie, aber die letzten Jahre hatte es sich dennoch immer etwas hingezogen. Dieses Jahr ging es recht schnell von der Hand, sodass wir gegen 15 Uhr damit fertig waren. Hätten wir da schon gewusst, dass sich das mit dem „früh fertig werden“ wie ein roter Faden durchs Wochenende ziehen wird…

Anschließend wurden beim Haus noch ein paar Sachen wie Grills, Biertischgarnitur usw. eingeladen. Danach ging es mit dem Transporter direkt nach Pausa, damit wir unser Camp abstecken können. Auch hiermit waren wir gut 1-2 Stunden eher fertig als sonst.

Aufbau von Camp und Box

Am Donnerstag war nichts mit ausschlafen. Bereits kurz nach um 6 ging es raus aus dem Bett bzw. runter von der Couch. Nachdem wir alle noch in Ruhe gefrühstückt haben, ging es anschließend direkt nach Pausa. Dort angekommen wurden erst mal das Klappfix und die Pavillons aufgebaut, sowie die Zelte und Wohnwagen nach und nach drumherum gestellt. Während Maik und ich den Hänger mit unserer Rennpappe holten (der stand noch bei der Garage), bauten die Anderen in der Zwischenzeit die Box auf. Auch hiermit lagen wir insgesamt recht gut in der Zeit, sodass wir eher als sonst zum gemütlicheren Teil des Tages kommen konnten.

Technische Abnahme und freies Training

Wie immer, ging es Freitagmorgen erst mal zur technischen Abnahme, bei der es keine Beanstandungen gab. Vorm Qualifying findet immer ein freies Training statt, bei dem wir es so handhaben, dass derjenige, der das Qualifying fährt, auf jeden Fall als erstes beim freien Traning fährt. Da Maik und ich uns immer abwechseln, war diesmal ich dran. Das Auto lief soweit. Nur der (Block-)Vergaser führte dazu, dass sich der Motor bei größeren Bodenwellen, vor allem in Verbindung mit Rechtskurven, verschluckte und so immer eine Weile brauchte bis er wieder auf Touren kommt. Das Problem fand ich beim Training allerdings noch nicht so extrem störend.

Mit Tino hatten wir dieses Jahr erstmalig einen festen vierten Fahrer. Da er bisher kaum Erfahrung mit Trabis hatte und auch privat keinen fährt, ist er den zweiten Trainingslauf gefahren. Zeit für einen dritten Trainingslauf war nicht mehr, denn es liefen bereits die Vorbereitungen fürs Qualifying.

Qualifying

Etwa eine halbe Stunde vorm Qualifying wurde die Strecke noch einmal gewässert (war bereits beim Training extrem staubig). Hier stellte sich uns die Frage: „Warten oder doch schon anstellen?“. Eigentlich ist die Antwort klar, allerdings sahen ein paar Wolken recht dunkel aus und bevor die ggf. für einen kurzen Schauer sorgen könnten, haben wir uns angestellt um beim dritten Durchgang (pro Durchgang fünf Fahrzeuge) dabei zu sein.

Diese Entscheidung war dann doch nicht so schlau, da es gerade in der Kurve, nach der es parallel zur Straße gerade hoch Richtung Box geht, noch recht feucht war und man dort einiges an Zeit verloren hat. Regen kam natürlich auch keiner mehr. Daher haben alle, die später gefahren sind, alles richtig gemacht. Dazu kam noch das Vergaserproblem, welches hier und da Zeit kostete. Nachdem ich mir die Onboardaufnahme vom Quali angeschaut habe, gab es auch ein paar Ecken, bei denen ich bissl Grütze gefahren bin. Alles in Allem hat es so für den 24. Startplatz gereicht, was auch ok ist, schließlich geht das Rennen ja acht Stunden. Persönlich hatte ich jedoch eine Position zwischen 10. und 15. Startplatz im Auge.

Maik hatte noch einen Sparvergaser mit. Dieser wurde zwar mit seinem privaten Trabi eingestellt aber längere Testfahrten waren keine möglich. Nachdem Tino durch das ständige Verschlucken des Blockvergasers ziemliche Probleme hatte und das Qualifying jetzt auch nicht so prickelnd verlief, entschieden wir uns dazu einfach das Risiko einzugehen und tauschten nach der Fahrerbesprechung den Blockvergaser durch den Sparvergaser aus.

Rennen

Wer bei uns das Qualifying fährt fährt auch immer den Start. Also fuhr ich als erstes, danach waren Schmiddl, Tino und Maik dran, sodass jeder zwei Stunden Fahrzeit zur Verfügung haben sollte. Wie die letzten Jahre üblich, startete pünktlich um 10 Uhr das Rennen zusammen mit dem Safety Car. Während den ersten zwei Stunden gab es keine Probleme bei uns. Das Auto und der Motor liefen einwandfrei – hier hat Maik wieder saubere Arbeit geleistet 🙂 Und auch die Entscheidung auf den Sparvergaser zu wechseln war goldrichtig.

Auf dem Weg zum ersten Tankstopp und Fahrerwechsel lief der Motor plötzlich nur noch auf einem Topf – kurzer Schock, lief doch bis hierhin alles gut. Aber nützt ja nix, also weiter Gas geben und notfalls schauen, dass man aus eigener Kraft bis in die Box kommt. Nach etwa 30-40m hat er sich aber gefangen und lief wieder auf beiden Zylindern. Hier wird wohl einfach nur etwas Dreck drin gewesen sein. Dasselbe Problem hatte ich schon mal letztes Jahr. Also alles gut und weiter geht’s. Bis kurz vorm Fahrerwechsel konnte so auch die 11. Position herausgefahren werden.

Nach mir war Schmiddl dran. Als er losfahren wollte, bekam er den ersten Gang nicht mehr rein, der Zweite ging. Also erst mal mit dem zweiten Gang losfahren. Problem war hier das Kupplungsseil, welches nachgestellt werden musste. Kurze Zeit später wurde Schmiddl in die Box geholt, das Kumpplungsseil nachgestellt und weiter ging’s. In der dritten und vierten Stunde des Rennens gab es sonst keine weiteren Probleme. Unsere Rennpappe lief und lief. Schmiddl auch.

Allerdings kündigten sich am Himmel bereits dunkle Wolken an. Um ca. 14 Uhr sollte eigentlich Tino eingewechselt werden. Doch dazu kam es leider nicht. Es fing wie aus Eimern an zu schütten und zu hageln. Dazu kam noch ein Blitzeinschlag nahe der Box, welcher einen Stromausfall zur Folge hatte. Abgesehen vom Stromausfall war auch die Strecke nicht mehr sicher befahrbar, weshalb das Rennen unterbrochen wurde. Aus Fahrersicht sieht man das ganze Ausmaß ca. ab der zweiten Hälfte vom Onboard Video #2.

Da es durch den Regen in und um Pausa zu Überschwemmungen kam, konnten die Rettungskräfte das Rennen nicht mehr vollständig absichern. Zudem hörte es auch nicht wirklich auf zu Regnen, da immer wieder neue Schauer kamen. Schließlich kam es irgendwann (ich glaube es war zwischen 15 und 16 Uhr) erstmalig in der Geschichte des Pausaer Trabantrennen zum vorzeitigen und endgültigen Rennabbruch.

Als Endergebnis wurden die Platzierungen von 14 Uhr genommen, was für uns den 15. Platz bedeutete.

An dieser Stelle möchten wir dem Gewinnerteam (AG Rennsport) gratulieren und grüßen die Miss Trabantrennen 2018 „Heike“. Danke auch an die Organisatoren und an alle Helfer, die dieses Wochenende möglich gemacht haben.

Hoffentlich bis nächstes Jahr!

Auszüge aus dem Fotoalbum

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Team Stahlpappe

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